Mit aktueller Preisvolatilität in Vi Kalk optimal umgehen

Worum geht es?

Preisvolatilität bedeutet, dass sich Material-, Lohn- und Baupreise schneller oder stärker verändern als gewohnt. In Vi Kalk werden solche Preisbewegungen über geprüfte Preisstände, gezielte Preispflege, Projektaktualisierung, Neuberechnung und nachvollziehbare Dokumentation abgebildet.

Leitgedanke: Die Kalkulation soll den tatsächlichen Projektpreis möglichst realistisch abbilden. Gerade bei bewegten Preisen reicht es deshalb nicht, nur pauschal am Endpreis zu drehen. Entscheidend ist, dass Preisstand, Quelle, Änderung und Projektbezug klar nachvollziehbar bleiben.
1Preisstand und betroffene Gewerke erkennen.
2Änderungen in Vi Kalk gezielt pflegen und dokumentieren.
3Aktive Projekte aktualisieren, neu berechnen und erklärbar machen.
Symbolbild zur Preisvolatilität und Kalkulationsprüfung

Aktuelle Branchennews

Die Marktzahlen zeigen, warum Preisstände aktiv geprüft werden sollten. Die konkrete Kalkulation bleibt trotzdem projekt- und preislistenbezogen.

Baupreise WohngebäudeFebruar 2026: +3,3 % gegenüber Februar 2025; einzelne Gewerke wie Holzbau, Technik, Dach und Heizung lagen darüber.
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GroßhandelspreiseMai 2026: +5,9 % gegenüber Mai 2025; Energie, Metalle und chemische Erzeugnisse wirken mittelbar auf Baupreise.
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HolzpreiseHolz bleibt ein eigener Prüfbereich. Preisbewegungen sollten über die betroffenen Materialgruppen bewertet werden.
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BaupreisprognoseDas BBSR erwartet weiter steigende Bauleistungspreise und stützt damit die laufende Preisstandsprüfung.
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Vorgehensweisen

Aktuelle Preissituation Vorgehensweise

3 Videoteile
Ausgangslage klären: Prüfen Sie zuerst, welche Gewerke, Materialien oder Lohnanteile von Preisänderungen betroffen sind und ob bereits Angebote mit älterem Preisstand im Umlauf sind.
Preisstand sauber pflegen: Dauerhafte Änderungen gehören möglichst in die Masterkalkulation. Projektbezogene Sonderfälle werden bewusst im jeweiligen Projekt angepasst.
Nachweis sichern: Versionsverwaltung, Ereignisprotokolle und Preisänderungslisten helfen, alte und neue Preisstände später nachvollziehbar zu erklären.
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Ausgangspunkt ist die Frage, wie Vi Kalk bei stark schwankenden Baupreisen eingesetzt wird, ohne Preisänderungen nur pauschal am Endpreis zu korrigieren.

  • Bei stark schwankenden Preisen reicht eine pauschale Endpreisänderung nicht aus.
  • Vertragsvorlagen und Preisklauseln sind ein eigenes Thema, müssen aber mitgedacht werden.
  • Preisänderungen sollten in der Masterkalkulation gepflegt und begründet werden.
  • Bereits erstellte Angebote müssen vor Vertragsabschluss auf den aktuellen Preisstand geprüft werden.
  • Wichtig ist eine klare Trennung zwischen kaufmännischer Entscheidung, technischer Preispflege und späterer Dokumentation.

Versionsverwaltung und Preise in der Masterkalkulation anpassen

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Masterkalkulation als Basis: Wenn Preisänderungen grundsätzlich gelten sollen, werden sie in der Masterkalkulation gepflegt und nicht nur in einzelnen Angeboten nachgezogen.
Version verständlich benennen: Halten Sie Anlass, Datum und betroffene Preisbereiche fest, damit der verwendete Kalkulationsstand später eindeutig erkennbar bleibt.
Auswertung vorbereiten: Gepflegte Versionsstände erleichtern die Kontrolle bestehender Projekte und die Kommunikation mit Vertrieb oder Bauherren.
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Die Versionsverwaltung in der Masterkalkulation macht Preisstände, Änderungsanlässe und spätere Projektinformationen nachvollziehbar.

  • Die Versionsverwaltung liegt in den Einstellungen der Masterkalkulation.
  • Das Masterdatum sollte nicht für reine Preisnotizen missbraucht werden.
  • Die Historie speichert Zeitstempel und Benutzer automatisch.
  • Beim Öffnen eines Projekts ist der verwendete Versionsstand erkennbar.
  • Preisstände lassen sich dadurch nicht nur technisch ändern, sondern auch organisatorisch einordnen.

Aktuelle Preise aus Masterkalkulation in ein Projekt importieren

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Bestehende Projekte aktualisieren: Projekte behalten zunächst den Preisstand ihrer Erstellung. Bei länger laufenden Angeboten sollten aktuelle Preise gezielt importiert werden.
Quelle bewusst wählen: Als Quelle kann die gepflegte Masterkalkulation oder ein geeignetes Vergleichsprojekt dienen. Entscheidend ist, dass Preislisten und Positionen zusammenpassen.
Nach dem Import prüfen: Kontrollieren Sie Protokoll, nicht importierbare Positionen und Preisänderungsliste. Erst danach sollte das Projekt neu berechnet und bewertet werden.
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Der Preisimport aktualisiert bestehende Kalkulationsprojekte auf Basis der Masterkalkulation oder eines geeigneten Vergleichsprojekts.

  • Ein Projekt enthält zunächst den Preisstand seiner Erstellung.
  • Die Masterkalkulation ist die sauberste Quelle, sofern sie gepflegt ist.
  • Alternativ kann aus einem passenden Projekt importiert werden.
  • Positionen, die nicht zueinander passen, werden gemeldet oder protokolliert.
  • Vor allem ältere Angebote sollten vor einer Freigabe mit dem aktuellen Preisstand abgeglichen werden.

Preise im Projekt ändern

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Projektbezogene Änderung: Direkte Preisänderungen eignen sich, wenn nur ein konkretes Projekt angepasst werden soll oder bewusst vom Masterstand abweicht.
Richtigen Hebel wählen: Rabatte und Aufschläge ändern schnell den Verkaufspreis. Positions-, Material- und Lohnpreise greifen tiefer in die Kalkulationsgrundlage ein.
Größere Anpassungen bündeln: Für viele Preise gleichzeitig ist der Preispflegeassistent der sauberere Weg. Danach ist eine Neuberechnung des Projekts erforderlich.
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Direkte Projekteingriffe ermöglichen schnelle Anpassungen, etwa über Rabatte oder Aufschläge auf den Bruttoverkaufspreis.

  • Projektpreise sind eine Kopie des Masterstands zum Erstellungszeitpunkt.
  • Rabatte und Aufschläge greifen direkt in den Bruttoverkaufspreis ein.
  • Absolute und prozentuale Änderungen wirken unterschiedlich auf die Preisbildung.
  • Der schnelle Projekteingriff ersetzt nicht die dauerhafte Pflege der Masterkalkulation.
  • Diese Methode eignet sich für bewusste Projektentscheidungen, nicht für eine flächendeckende Preispflege.

Aufschläge im Projekt ändern

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Aufschläge bewusst einsetzen: Aufschläge verändern die Verkaufspreisbildung und sind deshalb kein Ersatz für gepflegte Einkaufs-, Material- oder Lohnpreise.
Teuerungszuschlag prüfen: Wenn aktuelle Einkaufspreise bereits eingepflegt wurden, kann ein zusätzlicher Teuerungszuschlag zu einer doppelten Bewertung führen.
Projekt und Master trennen: Projektbezogene Änderungen wirken nur im aktuellen Projekt. Wiederkehrende Regeln sollten in der Masterkalkulation geprüft werden.
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Aufschlagsschemen und Teuerungszuschläge steuern die Verkaufspreisbildung im konkreten Projekt und müssen zur aktuellen Preisstrategie passen.

  • Vor der Bearbeitung muss der Aufschlag im Projekt auf änderbar stehen.
  • Teuerungszuschläge bewerten erwartete Preisentwicklung bis Einkauf oder Baubeginn.
  • Bei bereits aktualisierten Einkaufspreisen kann ein hoher Zuschlag zu viel sein.
  • Eine dauerhafte Änderbarkeit sollte zusätzlich in der Masterkalkulation geprüft werden.
  • Die Änderung sollte immer zur Preisstrategie des Projekts passen und nicht nur als pauschaler Ausgleich genutzt werden.

Nicht hinterlegte Ausführungen kalkulieren

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Einzelfall oder Standard? Seltene Ausführungen können projektbezogen umgewidmet oder als Sonderposition ergänzt werden. Wiederkehrende Varianten gehören langfristig in den Stammdatenbestand.
Leistungsinhalt prüfen: Neben dem Preis müssen auch Text, Menge, Material, Arbeitszeit und zugekaufte Leistungen zur tatsächlichen Ausführung passen.
Kalkulation nachvollziehbar halten: Festmengen, Sonderpositionen und geänderte Stücklisten sollten so benannt werden, dass die Änderung später im Projekt verständlich bleibt.
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Für seltene oder kurzfristig geänderte Ausführungen gibt es zwei pragmatische Wege: vorhandene Positionen projektbezogen umwidmen oder Sonderpositionen ergänzen.

  • Texte und Positionspreise können projektspezifisch geändert werden.
  • Alternativ wird die bisherige Position über Festmengen herausgenommen.
  • Die neue Ausführung kann als Sonderposition mit eigenem Preis ergänzt werden.
  • Das eignet sich für Einzelfälle, Lieferantenwechsel oder nicht hinterlegte Varianten.
  • Für dauerhafte Standards ist es besser, die Ausführung später sauber in der Masterkalkulation aufzubauen.

Zusätzliche Möglichkeiten für hohe Bauelemente

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Sonderfall hohe Elemente: Wenn eine geplante Elementhöhe nicht als Standardgröße hinterlegt ist, kann eine vorbereitete Zuschlagslogik die kaufmännische Bewertung ergänzen.
Branchenmodell beachten: In neueren Branchenmodellen ist diese Betrachtung bereits vorbereitet. Entscheidend ist, dass passende Zuschlagspositionen vorhanden sind.
Planung bleibt sichtbar: Die tatsächliche Elementgröße bleibt in Angebot und Ausschreibung erkennbar, auch wenn die Kalkulation mit einer kleineren hinterlegten Höhe arbeitet.
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Bodentiefe oder besonders hohe Elemente können kalkulatorisch über hinterlegte Standardgrößen und passende Zuschlagspositionen abgebildet werden.

  • Die Logik betrifft nur die Höhe, nicht die Breite.
  • Sie ist für bodentiefe Elemente und viele Sonnenschutzvarianten vorbereitet.
  • Wenn kein größeres Element vorhanden ist, kann das nächstkleinere Höhenmaß kalkuliert werden.
  • Die geplante reale Größe bleibt in Angebot und Ausschreibung sichtbar.
  • Die Differenz zur tatsächlichen Größe wird über zusätzliche Zuschlagspositionen kaufmännisch berücksichtigt.

Checkliste: Preisupdate prüfen

Für ältere Projektstände, Angebote vor Freigabe und Planungsaufträge vor Vertragsabschluss.

1

Marktstand und Quellen

2

Kalkulationsbereiche

3

Masterkalkulation

4

Projektabgleich

5

Freigabe und Kommunikation

Notizen / offene Punkte

Druckhinweis: Der Druckbutton gibt nur die Checkliste aus. Diese Checkliste dient als Vorlage und sollte ggf. an Ihren Workflow angepasst werden.

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