Digitale Bedarfsanalyse

Worum geht es?

Die Bemusterung mit PDF-Dokumenten verbindet die Bedarfsanalyse beim Kunden mit der späteren Projektkalkulation. Kundenwünsche können außerhalb von Vi Kalk in einem strukturierten PDF erfasst werden und stehen anschließend als importierbare Grundlage für die Sonderausstattung im Kundenprojekt zur Verfügung.

Für Kalkulatoren und Einrichter ist dabei besonders wichtig, dass das PDF nicht als frei gestaltetes Formular verstanden wird. Die importierbaren Felder stammen aus der Kalkulation beziehungsweise aus der passenden VI-Report-Vorlage. Beim Import werden diese Felder wieder den bekannten Einstellungen der Sonderausstattung, den Voreinstellungen oder den vorbereiteten Vorlagen zugeordnet.

Damit eignet sich der Prozess vor allem für wiederkehrende Ausstattungsentscheidungen, Bemusterungsvarianten und Kundenwünsche, die im Vertrieb oder in der Fachberatung aufgenommen werden, später aber sauber und nachvollziehbar in der Kalkulation ankommen müssen. Nach dem Import bleibt eine fachliche Prüfung notwendig, weil das System nur bekannte und eindeutig zuordenbare Felder übernehmen kann.

Schematische Darstellung zur Verarbeitung von Daten aus PDF-Dokumenten in der Kalkulation

Beispiel-PDF ansehen

Beispiel einer ausfüllbaren PDF-Checkliste für HOLZNER

Klicken Sie auf die Vorschau, um die Beispiel-Checkliste als PDF zu öffnen.

Der empfohlene Ablauf

1

Vorlage bereitstellen

Die passende PDF-Vorlage wird aus VI Report beziehungsweise aus der Kalkulation erzeugt und enthält nur die Felder, die im Prozess wirklich gesteuert werden sollen.

2

PDF ausfüllen

Der Fachberater erfasst die Wünsche des Bauinteressenten im PDF. Je nach Prozess kann das PDF leer sein oder bereits Standardwerte enthalten.

3

Projekt öffnen

Der Import erfolgt in einem geöffneten Kundenprojekt. Aus der Masterkalkulation heraus ist der Import nicht der richtige Weg.

4

Import prüfen

Nach dem Import werden Ereignisprotokoll, unbekannte Felder, nicht gefundene Werte und Historie geprüft. Namen und Auswahlwerte müssen zusammenpassen.

5

Berechnen

Erst nach der Prüfung wird berechnet und die passende Ausgabe erzeugt. So bleibt nachvollziehbar, welche Kundenwünsche in die Kalkulation eingeflossen sind.

Videos zum Ablauf

Kalkulation per PDF steuern – Grundprinzip und Import

3 Videos
Wie wird aus einer Bemusterung oder Bedarfsanalyse ein steuerbares PDF-Dokument?
Wie werden Kundenwünsche in ein geöffnetes Kundenprojekt importiert?
Wie prüft der Kalkulator, ob die importierten Einstellungen zum Projekt passen?
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Grundprinzip und Einsatz im Kundengespräch

Ausfüllbare PDF-Dokumente erfassen Bemusterungs- und Bedarfsinformationen außerhalb der Kalkulation und bereiten den späteren Import vor.

  • Die ausfüllbare PDF-Checkliste wird ab Version 24 direkt aus der Kalkulation bzw. aus VI-Report-Vorlagen generiert.
  • Fachberater und Verkäufer können Kundenwünsche mobil außerhalb der Kalkulationssoftware strukturiert erfassen.
  • Nach dem Planungsabschluss wird das ausgefüllte PDF als automatisierte Einstellungsgrundlage in das Projekt eingelesen.
  • Die Methode reduziert manuelle Übertragungsfehler und Missverständnisse bei der Bemusterung erheblich.
  • Trotz der Automatisierung bleibt eine abschließende fachliche Prüfung durch den Kalkulator zwingend erforderlich.

PDF-Vorlagen erzeugen und anpassen

4 Videos
Wie werden die ausgelieferten VI-Report-Vorlagen eingebunden?
Wie ergänzt man eigene Felder aus der Sonderausstattung?
Welche Voraussetzungen gelten für Voreinstellungen, Vorlagen und Weiterleitungen?
Welche Grenzen hat der Import bei Listen- und Raumbuchinformationen?
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VI-Report-Vorlagen einbinden und verstehen

Für Einrichter ist wichtig, woher die PDF-Dokumente kommen und wie sie in der Kalkulation bereitgestellt werden.

  • Die PDF-Beispielvorlagen (z. B. für Massiv- oder Holzbau) werden standardmäßig ab der Version 24 ausgeliefert.
  • Bei bestehenden Update-Installationen müssen die Berichte manuell über den VI Manager angebunden werden.
  • Formularfelder für Bauherrendaten oder Bearbeitungsstände werden über Standard-Textvariablen abgebildet.
  • Ausbaustufen und Leistungspakete sind als statische Listenfelder integriert, da sie komplexe logische Verknüpfungen besitzen.
  • Die Vorlagen können flexibel kopiert, freigegeben und an die Struktur des jeweiligen Unternehmens angepasst werden.
Für System-Einrichter & Administratoren (Erweiterte Einrichtung)

Elementlisten & GLOBAL-Steuerung einrichten

5 Videos
Warum ist die Globalsteuerung für Bauelemente-Listen so wichtig für ausfüllbare PDFs?
Wie lassen sich flach geneigte Dächer, Dachstühle und Treppen getrennt steuern?
Wie wird sichergestellt, dass Kellertüren und -fenster keine ungewollten Aufpreise auslösen?
Wie werden Globalsteuerungen in der Masterkalkulation angelegt und formelmäßig weitergeleitet?
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GLOBAL-Steuerung für Bauelemente-Listen

Die Globalsteuerung stellt sicher, dass geometrieunabhängige Werte aus dem PDF-Formular korrekt an die Elementlisten übergeben werden.

  • Die Anpassungen an der Globalsteuerung für Bauelemente-Listen wurden vorrangig für die PDF-Checklisten optimiert.
  • Elementlisten (wie z. B. Dacheindeckungen) können über ausfüllbare PDFs nicht direkt geometriebasiert gesteuert werden.
  • Die Steuerung erfolgt stattdessen über globale Combo-Boxen, die geometrieunabhängige Voreinstellungen an die Kalkulation übergeben.
  • Bei einer Standard-Baubeschreibung stellt die Globalsteuerung sicher, dass spätere Planungsänderungen automatisch berücksichtigt werden.
  • Der logische Steuerungsaufbau verhält sich im Branchenmodell Holzbau und Massivbau vollkommen identisch.

Sonderausstattungsvoreinstellungen konfigurieren

4 Videos
Wie vereinfachen Voreinstellungen komplexe Bemusterungsentscheidungen?
Wie steuert man Sanitär- und Bodenbeläge raum- und geschossweise per PDF?
Warum ist die Namens- und Nummernkonsistenz für den PDF-Import kritisch?
Wie testet man Voreinstellungssets vor dem produktiven Einsatz ab?
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Sonderausstattungsvoreinstellungen

Die Grundlagen der Voreinstellungen zur Reduktion von Klickpfaden und Zusammenfassung zu logischen Einheiten.

  • Voreinstellungen fassen mehrere Klicks in der Sonderausstattung zu einer einzigen, leicht wählbaren Option zusammen.
  • Sie dienen als technische Basis für die Auswahllisten im PDF (z. B. für Fußbodenbeläge und Sanitärpakete).
  • Vorlagen kombinieren wiederum mehrere Voreinstellungen (z. B. Dämmung, Heizung, Fenster) zu einem Energieeffizienzpaket.
  • Diese strukturierte Arbeitsweise eignet sich besonders für Vertriebsteams mit vielen externen Fachberatern.
  • In der Masterkalkulation wird die Konfiguration über den Bereich der automatischen Berechnung gepflegt.

Worauf Sie beim Import achten sollten

Der PDF-Import kann bei der Bemusterung mit PDF-Dokumenten sehr viel Arbeit sparen. Entscheidend ist aber, dass PDF, Kalkulation und Projektstand fachlich zusammenpassen.

Nur im geöffneten Projekt importieren

Der Import gehört in ein konkretes Kundenprojekt. Die Einstellungen werden in die Sonderausstattung dieses Projekts übernommen.

PDF muss aus der Kalkulation stammen

Importiert werden nur Felder, die der Kalkulation bekannt sind. Frei ergänzte Kommentarfelder können im PDF hilfreich sein, steuern aber keine Sonderausstattung.

Import arbeitet namensbasiert

Geänderte Namen, Voreinstellungen, Vorlagen, Gruppen oder Auswahlwerte können dazu führen, dass Werte nicht gefunden werden. Im Umlauf befindliche PDFs müssen deshalb aktualisiert werden.

Ereignisprotokoll immer prüfen

Nach dem Import müssen Meldungen gelesen werden. Optional können auch nicht ausgefüllte oder unbekannte Felder protokolliert werden.

Historie nutzen

Die Historie zeigt, welche PDF-Importe im Projekt bereits erfolgt sind und welche Änderungswünsche übernommen wurden.

Einrichtung bewusst testen

Bei firmenspezifisch angepassten Kalkulationen sollten Vorlagen, Voreinstellungen und Weiterleitungen vor dem produktiven Einsatz an Beispielprojekten getestet werden.

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