Planprüfung in Vi Plan richtig durchführen

Die Planprüfung hilft Ihnen, Kalkulationsfehler frühzeitig zu vermeiden. Dazu kontrollieren Sie in Vi Plan, ob Bauteile vollständig erfasst und ihre Eigenschaften richtig eingestellt sind. Fehlende Bauteile, doppelt geplante Elemente oder falsche Zuordnungen können zu fehlerhaften Mengen und damit zu einer falschen Kalkulation führen. Mit einem geprüften Plan schaffen Sie eine verlässliche Grundlage für die Kostenermittlung und reduzieren spätere Korrekturen.

Welche Vorteile bringt Ihnen eine strukturierte Planprüfung?

1Fehler frühzeitig erkennen: Prüfen Sie Geometrie, Bauteile und Eigenschaften, bevor fehlerhafte Planungsdaten in weitere Arbeitsschritte übernommen werden.
2Verlässliche Mengen und Kalkulationsdaten sicherstellen: Korrekt geplante Wände, Öffnungen, Dächer und Räume bilden eine belastbare Grundlage für Mengen und Kosten.
3Planungsdaten durchgängig weiterverwenden: Ein sauber geprüfter Plan liefert verlässliche Grundlagen für Visualisierung, Mengenermittlung, Kalkulation, Ausschreibung und Vertrieb.
4Nacharbeit und Abstimmungsaufwand reduzieren: Klare Prüfschritte helfen Planung, Kalkulation und Vertrieb, Abweichungen schneller zu erkennen und gemeinsam zu klären.
Datenfluss der Vi BIM solutions von Vi Plan über Vi Kalk bis CAS, Cloud und Mobile

Die Roadmap zeigt, wie geprüfte Planungsdaten die nachfolgenden Prozesse der Vi BIM solutions unterstützen.

Empfohlene Prüfreihenfolge

Eine strukturierte Planprüfung spart Zeit und vermeidet Fehler. Wir empfehlen das Vorgehen „von außen nach innen, von oben nach unten“ – beginnend mit einer optischen Prüfung in 3D.

1

3D-Ansicht

Gebäudehülle, Dachgeometrie, Hanglage und Geschossebenen in 3D sichten. Terrassentüren, Balkone, Geländer, Absturzsicherungen und weitere optische Unstimmigkeiten prüfen.

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Wände & Öffnungen

Außenwände, Innenwände, Wandscheiben, Wandstärken, Fenster, Türen, Brüstungshöhen und Absturzsicherungen kontrollieren.

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Dächer & Decken

Dachaufbau, Kniestock, Neigungen, Überstände, getrennte Dachbereiche, Deckenlöcher und Subgeschosse prüfen.

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Räume

Raumkonturen und Geschosslage prüfen. Den passenden Datenbankeintrag mit zugehöriger Raumbuchnummer und Raumprofil auswählen.

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Symbole & Layer

Treppen, Schornsteine, Geländer, Sanitärobjekte, optionale Kennzeichnungen und Layer-Zuordnungen prüfen.

Planprüfung nach Themen: vom Bauteil bis zum Dach

Die fünf Videos führen Sie durch die Planprüfung. In jedem Themenbereich finden Sie die passenden Prüfpunkte und ergänzende Hinweise für Ihre Planung.

1

Grundlagen der Planprüfung

Warum sollte ich meine Pläne prüfen, bevor ich sie weiterverwende?

  • Wie hängen Vi Plan, Mengenermittlung und Vi Kalk zusammen?
  • In welcher Reihenfolge prüfe ich die einzelnen Bauteile?
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Die Kalkulation übernimmt Bauteile und Eigenschaften aus Ihrer Planung. Mit einer systematischen Prüfung erkennen Sie Fehler, bevor sie in die Mengen- und Kostenermittlung eingehen.

  • Von außen nach innen und von oben nach unten vorgehen.
  • Wände, Öffnungsbauteile, Dächer, Räume und Symbole nacheinander prüfen.
  • Die geprüften Planungsdaten anschließend für Mengenermittlung, Kalkulation, Ausschreibung, Visualisierung und Vertrieb nutzen.

Prüfpunkte für Ihre Planung

Datenqualität vor Optik

Ein optisch ansprechender Plan liefert nur dann exakte Mengen und eine stimmige Kalkulation, wenn echte Bauteile statt Zeichenlinien verwendet wurden.

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Bauteile und mengenrelevante Eigenschaften

Welche Eigenschaften in Vi Plan beeinflussen meine Mengen und die Kalkulation?

  • Was muss ich bei Wänden, Fenstern, Türen und Dächern prüfen?
  • Welche Rolle spielen die Raumbuchnummer und die geplanten Symbole?
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Teil 2: Die wichtigsten Eigenschaften für eine verlässliche Mengenauswertung.

Ein Blick in die Bauteileigenschaften gehört zur Planprüfung dazu. Hier legen Sie fest, welche Ausführung später in der Mengenermittlung und Kalkulation berücksichtigt wird.

  • Wandstärke und Klassifizierung mit den Datenbankvorgaben abgleichen.
  • Bei Fenstern und Türen Größe, Flügeligkeit, Verschattung und weitere Ausstattungsmerkmale prüfen.
  • Beim Dach Kniestock, Neigung, Überstände und Aufbau kontrollieren.
  • Raumbuchnummer und Belagsflächen prüfen. Bei Symbolen beachten: Treppen und Schornsteine liefern Mengen, reine Ausstattungssymbole nicht.

Prüfpunkte für Ihre Planung

Datenbankstand verifizieren

Wandtypen und Raumprofile hängen vom verwendeten Datenbankstand ab. Prüfen Sie, ob die Datenbank zur eingesetzten Kalkulation passt.

Korrekte Wandart wählen

Unterscheiden Sie Außenwände, Innenwände und Wandscheiben. Freistehende Wandstücke und Schutzwände außerhalb der Gebäudehülle werden in der Regel als Wandscheiben geplant. Prüfen Sie dabei auch, ob eine ein- oder zweiseitige Fassade vorgesehen ist.

Wandstärken & Branchenmodell

Im Massivbau stehen Wandstärken und Bestandsklassifizierungen im Fokus (MASSIVO). Im Holzbau (HOLZNER) spielen zusätzliche Eigenschaften zur elementierten Wandkonstruktion (Schichtaufbau) eine tragende Rolle.

Öffnungsbauteile prüfen

Prüfen Sie Breite, Höhe, Flügeligkeit, Sprossen, Verschattung, Faschen, französische Balkone / Absturzsicherungen und Brüstungshöhen. Die geometrischen Details müssen exakt geplant sein: Sie steuern unmittelbar Bauteilmengen, Lohnleistungen und Qualitätszuschläge und sind für die Weiterverwendung der Massen und Mengen relevant.

Mengenrelevante Symbole

Treppen und Schornsteine liefern reale Bauteilmengen. Sanitärobjekte, Küchenzeilen oder Möblierung dienen der Orientierung, steuern aber keine Kalkulationspositionen.

Ergänzende Prüfpunkte

Sonderwandstärken sauber lösen

Stimmen Sie Sonderwandstärken mit der Datenbank und der Kalkulation ab. Eine Wandscheibe mit offener Wandstärke ist eine Lösung für Ausnahmefälle, kann aber ihre eindeutige Kalkulationszuordnung verlieren. Im gezeigten MASSIVO-Beispiel wird bei einer unbekannten Wandstärke die nächst dickere passende Wand kalkuliert.

Bauteile mit dem Markierungsfilter prüfen

Die Bestandsklassifizierung (Bagger-Symbol) lässt sich bei angemeldeter Systemsteuerung auch als grafische Prüfhilfe nutzen. Wählen Sie beispielsweise Wandscheiben, Träger oder freie Geländer im Markierungsfilter aus, um diese im Grundriss gezielt zu finden und zu prüfen.

Optionale Elemente markieren

Optionale Symbole (z. B. ein optionaler Kaminofen) sollten in den Eigenschaften als optional gekennzeichnet werden – dadurch werden sie im Grundriss automatisch gestrichelt dargestellt.

Stützen & Fundamente

Die Eigenschaft „Gründung mit/ohne Stützenfuß“ beeinflusst die Kalkulation von Einzelfundamenten bei Stützen außerhalb des Hauses. Im gezeigten Branchenmodell gibt es zusätzlich eine Auffangposition, die auch ohne Stützenfuß ausgelöst werden kann. Kontrollieren Sie deshalb auch die betreffenden Kalkulationspositionen und Mengen.

Wände, Wandscheiben und Öffnungsbauteile in 3D

Grafische Linien ersetzen keine Bauteilmengen. Bei Installationsvorwänden ist zusätzlich zu prüfen, welche Leistungen bereits über das Nassraumprofil kalkuliert werden.

3

Räume und Nassräume

Wie prüfe ich, ob mein Bad auch für die Mengenauswertung richtig geplant ist?

  • Warum liefert eine Installationsvorwand als Symbol keine eigenen Bauteilmengen?
  • Wie korrigiere ich eine Raumkontur, ohne den Raum zu löschen?
  • Wie hängen Datenbankeintrag, Raumbuchnummer, Raumtyp und Heizfaktor zusammen?
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Teil 3: Raumkonturen, Installationsvorwände und die passende Datenbankauswahl für Nassräume.

Für die Raumauswertung müssen die Kontur im Plan und der ausgewählte Datenbankeintrag zur vorgesehenen Nutzung passen. Die Raumeigenschaften stammen aus diesem Eintrag; eine freie Eingabe gibt es nicht.

  • Den passenden Datenbankeintrag auswählen: Er bestimmt über die Raumbuchnummer das Raumprofil und die zugehörige Ausstattung.
  • Bei Installationsvorwänden feststellen, ob sie als Symbol geplant sind und wie die Kalkulation sie berücksichtigt.
  • Nach Wandänderungen die Kontur mit „Raumkontur ändern“ korrigieren; die bestehende Raumzuordnung bleibt erhalten.
  • Einen Datenbankeintrag mit dem passenden Raumtyp und Heizfaktor verwenden und den Raumtext gut lesbar positionieren.

Prüfpunkte für Ihre Planung

Bedeutung der Raumbuchnummer

Mit der Auswahl des passenden Datenbankeintrags wird über die Raumbuchnummer das zugehörige Raumprofil festgelegt. Es bestimmt Ausstattungen wie Steckdosen, Heizkörper und standardmäßige Boden- und Wandbeläge. Wählen Sie für ein Bad den entsprechenden Datenbankeintrag. Eine Änderung des sichtbaren Raumnamens ersetzt diese Auswahl nicht; die Kalkulation wertet weiterhin das hinterlegte Raumprofil aus.

Passenden Datenbankeintrag auswählen

Die Raumeigenschaften werden über einen Datenbankeintrag ausgewählt; eine freie Eingabe gibt es nicht. Deshalb muss der ausgewählte Eintrag zur vorgesehenen Nutzung und zur eingesetzten Kalkulation passen. Seine hinterlegten Eigenschaften ermöglichen die richtige Bewertung des Raums einschließlich Heizungs- und Lüftungsauslegung. Eine Änderung des sichtbaren Raumtexts ersetzt diese Auswahl nicht.

Raumtyp und Heizfaktor aus der Datenbank

Raumtyp und Heizfaktor gehören zu den Eigenschaften des ausgewählten Datenbankeintrags. Die Vi MengenCloud und aktuelle Branchenmodelle übernehmen diese aus der Planung. Im gezeigten beheizten Bad sind „Nassraum“ und Heizfaktor 1 hinterlegt; für unbeheizte oder nur mit erwärmte Räume ist ein entsprechend passender Datenbankeintrag auszuwählen. Die richtigen hinterlegten Eigenschaften ermöglichen der Kalkulation eine korrekte Bewertung der Räume sowie Heizungs- und Lüftungsauslegung. Bei älteren Kalkulationen können diese Angaben noch aus der Kalkulation stammen.

Raumkontur prüfen

Die Raumkontur muss den vorgesehenen Raum korrekt abbilden. Kontrollieren Sie insbesondere nach Wandänderungen die Raumgrenzen. Mit „Raumkontur ändern“ können Sie die Kontur korrigieren und die bestehende Raumzuordnung erhalten.

Erfassung von Installationsvorwänden abstimmen

Eine Linie oder ein Ausstattungssymbol liefert keine eigenen Bauteilmengen für die Installationsvorwand. Je nach Kalkulation können Vorwände jedoch bereits über das Nassraumprofil berücksichtigt werden. Prüfen Sie deshalb, wie Ihre Kalkulation die Leistung erfasst und ob eine gesondert geplante Wandscheibe erforderlich ist.

Ergänzende Prüfpunkte

Übernommene Pläne anpassen

Enthält ein übernommener Plan Räume mit unpassenden Datenbankeigenschaften, beispielsweise beim Wechsel zwischen MASSIVO und HOLZNER, müssen die Räume mit den passenden Datenbankeinträgen neu eingegeben werden. Eine reine Konturkorrektur reicht dafür nicht aus.

Raumtext und Raumprofil unterscheiden

Die Zusatzkennung eines Raums ist nur Text und löst kein zusätzliches Raumprofil aus. Ein Eintrag „Kochen“ hinter „Wohnen/Essen“ ergänzt daher keine Küchenausstattung. Planen Sie dafür einen eigenen Raum oder verwenden Sie ein kombiniertes Raumprofil, das auch in der Kalkulation eingerichtet ist.

Notizen für die Kalkulation nutzen

Verwenden Sie das Feld "Notizen für Kalkulation" in den Projektdaten für spezielle Kundenwünsche (z. B. einen zweiten Waschtisch). Dies ersetzt den alten gelben Klebezettel und stellt sicher, dass Informationen den Kalkulator erreichen.

Nassraum- & Fliesendetails

Im Standard-Branchenmodell ist die Fliesenhöhe auf 2,00 m eingestellt: unten Fliesen, darüber Putz/Malerarbeiten. Prüfen Sie, ob diese Vorgabe für das Projekt passt. Gleichen Sie außerdem die vorgesehenen Sanitärobjekte mit dem Raumprofil ab: Im gezeigten Standardprofil enthält ein „Bad“ auch eine Badewanne.

Räume, Raumprofile und Klassifizierung in 3D

Der ausgewählte Datenbankeintrag bestimmt über die Raumbuchnummer das Raumprofil und damit die gesamte Bemusterung: Estrichart, Abdichtung, Putz, Wand-, Boden- und Deckenbeläge sowie Ausstattungen und Zubehör.

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Geländer ohne doppelte Mengen

Wie verhindere ich, dass ein Geländer doppelt in die Mengenermittlung eingeht?

  • Wo erkenne ich überlagerte Geländer am Treppenloch?
  • Wie schalte ich das automatische Absturzgeländer aus, wenn ich ein freies Geländer plane?
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Teil 4: Automatische und freie Geländer am Treppenloch richtig prüfen.

Ein manuell geplantes Geländer ersetzt das automatische Absturzgeländer der Geschossdecke nicht von selbst. Bleiben beide vorhanden, werden auch die Mengen beider Geländer erfasst.

  • Das Treppenloch und das freie Geländer in der 3D-Geschossansicht auf Überlagerungen prüfen.
  • Bei einem freien Geländer das automatische Absturzgeländer in den Eigenschaften der Geschossdecke ausschalten.
  • Nahe Wände ebenfalls beachten: Sie können das automatische Geländer verdrängen.

Prüfpunkte für Ihre Planung

Geländerüberlagerung vermeiden

Wenn Sie freie Geländer an Treppenlöchern planen, schalten Sie das automatische Absturzgeländer der Geschossdecke aus. Andernfalls werden Geländermengen doppelt berechnet.

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Dachbereiche mit unterschiedlichen Aufbauten

Wie plane ich ein Satteldach mit unterschiedlichen Aufbauten in zwei Bereichen?

  • Warum reicht es für die Mengen nicht, den Schnitt mit einem Polygon zu überzeichnen?
  • Wie schließe ich zwei Dächer mit unterschiedlichen Sparrenhöhen bündig aneinander an?
  • Wie bilde ich einen Dachbereich ab, der im Bestand separat saniert werden soll?
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Teil 5: Zwei Dachbereiche mit eigenen Eigenschaften statt einer rein grafischen Schnittkorrektur.

Unterschiedliche Sparrenhöhen, Dämmungen oder Eindeckungen müssen im Dachmodell erfasst sein. Eine Überzeichnung im Schnitt kann die Darstellung korrigieren, verändert aber keine Mengen.

  • Das vorhandene Dach mit einem Dachloch begrenzen und ein zweites freies Pfetten-Sparrendach nahtlos anschließen.
  • Traufkante und Sparrenabschnitt aufeinander abstimmen.
  • Die Aufbauten beider Dächer getrennt einstellen und ihre Höhe über den Kniestock angleichen.
  • Auch im Bestand Dachbereiche getrennt planen, wenn nur ein Teil saniert werden soll.

Prüfpunkte für Ihre Planung

Getrennte Dachbereiche

Unterschiedliche Dachaufbauten oder Sanierungszonen müssen als getrennte, nahtlos aneinander grenzende Dächer geplant werden, um getrennte Dämmungen oder Eindeckungen auszuwerten.

Massenwirkung von Schnitten

Grafische Nachbearbeitungen in Schnittzeichnungen (z. B. Überdeckungen durch 2D-Polygone) korrigieren das gedruckte Bild, verändern jedoch nicht die berechneten Massen und Mengen.

Ergänzende Prüfpunkte

Dachaufbau & Kniestock

Kniestockhöhe, Dachneigung, Überstände, Sparrenaufbauten, Pfetten, Kehlbalken und Dachkästen wirken sich direkt auf Geometrie, Deckenaufbauten und Kalkulationswerte aus.

Anbaudach statt rein grafischer Lösung

Planen Sie einen Quergiebel oder Knick mit der passenden Anbaudachfunktion. Ein zweites Hauptdach kann andere Anschlüsse und zusätzliche Kalkulationseinstellungen erfordern. Eine grafische Überzeichnung allein verändert die zugrunde liegenden Mengen nicht.

Flachdach- & Rinnen-Entwässerung

Die automatische Mengenberechnung steuert Details wie Krüppelwalme, Fallrohre und Entwässerungstöpfe. Für Flachdächer/Gründächer gilt die Voreinstellung: Ein Einlauftopf je 49 m² Grundfläche. Die Dachentwässerung muss bis Geländehöhe geführt und das Sockelmaß beachtet werden.

Subgeschosse gezielt einsetzen

Ein Subgeschoss ist erforderlich, wenn die betreffende Decke andere Eigenschaften hat, etwa eine andere Höhe, Stärke oder einen abweichenden Aufbau. Planen Sie Wände, Räume und Öffnungsbauteile auf dieser Decke im richtigen Subgeschoss. Bleiben die Deckeneigenschaften gleich, genügt für eine erweiterte Kontur eine Deckenabschleppung.

Subgeschoss im Grundriss richtig darstellen

Überdeckt ein neues Subgeschoss den übrigen Grundriss, prüfen Sie in den Deckeneigenschaften „Darstellung im Grundriss“. Dort können Sie die Reihenfolge manuell verwalten. Prüfen Sie anschließend auch Raumflächen und Geschosszuordnungen.

Raumbezeichnung bei Flachdächern

Wenn Flachdächer oder Gründächer als Geschossdecken geplant sind, ist es für die Entwässerung zwingend erforderlich, den entsprechenden Raum planungsseitig als "Flachdach" bzw. "Gründach" zu klassifizieren (kein bloßer 2D-Text).

Dach, Decken und Subgeschosse in 3D

Die Planungsdetails bestimmen die Kalkulation: Von der Rinnenlänge bis hin zu Gauben, die auf die Trägerdachfläche entwässern.

Dachaufbau, Kniestock und getrennte Dachbereiche müssen im Modell stimmen, damit die Mengenauswertung die vorgesehenen Konstruktionen abbildet.

Typische Fehler aus der Planprüfung

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Unpassender Datenbankeintrag für Räume

Wählen Sie für Nassräume, Kellerräume und andere Nutzungen den passenden Datenbankeintrag. Seine hinterlegten Eigenschaften, einschließlich Raumtyp und Heizfaktor, sind für die Auswertung in der Vi MengenCloud und aktuellen Branchenmodellen relevant. Eine Änderung des Raumtexts ersetzt die passende Auswahl nicht. Enthält ein übernommener Plan Räume mit unpassenden Datenbankeigenschaften, müssen diese mit den passenden Einträgen neu eingegeben werden.

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Grafik statt echtes Bauteil

2D-Linien und Überdeckungen im Schnitt verändern die Bauteilmengen nicht. Prüfen Sie, ob die Konstruktion im Modell richtig erfasst ist. Bei Installationsvorwänden muss zusätzlich geklärt sein, ob die Kalkulation diese bereits über das Nassraumprofil berücksichtigt.

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Doppelte Geländerplanung

Die manuelle Zuweisung eines freien Geländers an einem Deckenloch verdrängt nicht automatisch das Standardgeländer der Decke. Dies führt zu doppelten Kalkulationsmengen.

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Raumkonturen nach Wandänderung

Wurde eine Wand nachträglich verschoben, folgt der Raum nicht immer automatisch. Prüfen Sie die Raumgrenzen und korrigieren Sie die Kontur mit „Raumkontur ändern“. Die bestehende Raumzuordnung bleibt dabei erhalten.

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Ein Dach für unterschiedliche Aufbauten

Weisen Haupt- und Nebenbereiche (z. B. Garage) unterschiedliche Sparrenhöhen oder Dämmungen auf, dürfen sie nicht als ein einziges Dach gezeichnet werden. Es müssen getrennte Dächer geplant werden.

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Manuelles Kopieren statt Geschosskopie

Bei ähnlichen Geschossen hilft „Geschoss kopieren“, Versätze zu vermeiden. Balkone und Deckenbearbeitungen werden dabei jedoch nicht mitkopiert und müssen je Geschoss ergänzt werden. Prüfen Sie danach die abweichenden Bauteile und die Treppenlage.

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Räume auf dem falschen Geschoss

Wird nachträglich ein Subgeschoss angelegt, können Räume auf dem Hauptgeschoss verbleiben, obwohl dort keine Decke mehr vorhanden ist. Dadurch können Raumflächen fehlen oder zu klein ausgewertet werden. Prüfen Sie die Zuordnung von Räumen, Wänden und Öffnungsbauteilen.

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Flachdachentwässerung fehlt

Bei als Decken geplanten Flach- und Gründächern muss der Raum als „Flachdach“ beziehungsweise „Gründach“ klassifiziert sein, damit die Kalkulation die zugehörigen Ablauf- und Entwässerungsbauteile berücksichtigt.

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Reines Umbenennen von Raumnamen

Das Ändern des Textes von „Diele“ in „Bad“ im Plan ändert nicht den ausgewählten Datenbankeintrag und das hinterlegte Raumprofil. Die Kalkulation wertet weiterhin die Steckdosen, Heizkörper und Beläge der Diele aus. Für ein Bad muss der passende Datenbankeintrag ausgewählt werden.

Hilfsmittel und weiterführende Orientierung

Vi BIM solutions bietet Ihnen vielfältige integrierte Hilfsmittel, um Planungsfragen direkt zu klären und den optimalen Datenfluss zu gewährleisten.

1
Das Lernbuch als Ergänzung:

Die Lernbücher verbinden die Planungsgrundlagen direkt mit der Baubeschreibung, Kalkulation und praktischen Anwendung.

Lernbuch HOLZNER öffnenLernbuch MASSIVO öffnen

2
FAQ-Wissensdatenbank:

Mit über 2.800 kontextbezogenen Videos liefert die FAQ-Hilfe schnelle Antworten zu konkreten Programmdialogen, Planungsschritten und Sonderfällen.

FAQ-Wissensdatenbank öffnen

3
Integriertes VI-Handbuch:

Als geschriebenes Nachschlagewerk hilft Ihnen das Handbuch dabei, Begrifflichkeiten und erweiterte Programmfunktionen sauber einzuordnen.

4
Planabbild und Plansperre nutzen:

Nutzen Sie das Planabbild (unter Bearbeiten), um Planänderungen gegenüber einer Typenhausvorlage visuell zu vergleichen. Aktivieren Sie die Plansperre, um fertige Pläne vor unabsichtlichen Änderungen zu schützen.

5
Batchläufe zur Datenpflege:

Nutzen Sie Batchläufe in Vi Plan, um beispielsweise Raumeigenschaften auf den aktuellen Stand der Datenbank zu bringen, Wände automatisch zu klassifizieren oder Druckvorlagen zu aktualisieren.

6
Hilfe über den Vi Manager finden:

Im Vi Manager finden Sie unter „Ressourcen“ die Hilfsangebote. Über die Suchzeile können Sie die FAQ-Wissensdatenbank direkt nach einem Planungsthema durchsuchen, beispielsweise nach „Schleppdach“.

7
Einheitliche Datenbanken im Team:

Prüfen Sie bei mehreren Arbeitsplätzen, ob alle mit denselben firmenspezifischen Daten arbeiten. Richten Sie die firmenspezifischen Daten an einem Arbeitsplatz ein und übertragen Sie sie mit Vi Backup auf weitere Rechner. Gleiche Datenbanken helfen, abweichende Voreinstellungen bei neuen Plänen zu vermeiden.

Praxisnahe Dokumentation

Grundriss zur praxisnahen Planprüfung in Vi Plan

Prüfen Sie Bauteile und Raumdaten direkt am Grundriss und gleichen Sie die Ergebnisse mit der 3D-Ansicht ab.

Planprüfung als Service

Belastungsspitzen? Wir unterstützen Sie bei der Planprüfung.

Unser Kundenservice prüft Ihre Pläne systematisch auf mögliche Fehler bei Bauteilen, Mengen und Kosten oder vermittelt erfahrene Anwender zur Unterstützung bei Engpässen.

Bei Planungs- und Kalkulationsfragen unterstützt Sie unser Kundenservice. Kurze Fragen und kleine Fehlerkorrekturen können über die Hotline geklärt werden. Vereinbaren Sie für eine umfangreichere Unterstützung einen passenden Termin.

  • Telefon: +49 351 49285-86
  • E-Mail: service@vi-bim.de
  • Servicezeiten: Montag bis Donnerstag 08:30–17:00 Uhr, Freitag 08:30–14:30 Uhr
  • Abrechnung: in swpSE; eine ServiceEinheit entspricht fünf Minuten.
Kontaktformular öffnen

Checkliste: Planprüfung vorbereiten

Zur Qualitätssicherung der Planungsdaten vor Übergabe an Vi MengenCloud, Kalkulation oder Ausschreibung.

1

Grundprüfung

2

Wände und Öffnungsbauteile

3

Dach, Decken und Subgeschosse

4

Räume und Raumbuch

5

Symbole, Treppen, Geländer und Layer

6

Abschluss vor Übergabe

Notizen / offene Punkte

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