Bei einem bestehenden Dach lassen sich die Pfetten auch nachträglich noch ändern bzw. einstellen. Firstpfette, Mittelpfette und Fußpfette lassen sich voneinander getrennt festlegen. Es kann gewählt werden, ob das Dach über sichtbare Pfettenköpfe verfügt, die außerhalb des Hauses, z.B. an den Giebelseiten, sind. Auch die Form dieser Pfettenköpfe kann bestimmt werden. Vorhandensein, Breite und Höhe der jeweiligen Pfetten werden hier festgelegt. Die Mittelpfette lässt sich wie folgt positionieren: Hierfür wählt man zunächst, wo sie sich gegenüber dem Kehlbalken befinden soll. Ausgehend von dieser Stelle kann sie dann noch um ein bestimmtes Maß nach links oder rechts bzw. über den Versatz vertikal bzw. horizontal auch nach oben oder unten versetzt werden. Auch die Fußpfette lässt sich positionieren: Für sie kann angegeben werden, ob sie mittig auf der Außenwand sitzt bzw. innen oder außen bündig. Durch die Angabe eines Maßes beim Versatz lässt sich die Pfette gegenüber der gewählten Bezugskante noch versetzen. Hierbei bewirken positive Zahlen einen Versatz nach innen, negative versetzen die Fußpfette nach außen. Die Stärke der Pfetteneinkerbung wird hier auch angegeben. Ihr Maß wird senkrecht zur Dachneigung gemessen und gilt für alle Pfetten zugleich. Ebenfalls hier kann eingestellt werden, ob das Dach über einen Kehlbalken verfügt, welche Unterkante er haben soll und welche Stärke er hat. Soll ein Dach keinen Kehlbalken bekommen, dann wird die Kehlbalkenstärke mit 0 angegeben. Falls Das Dach über Mittelpfetten verfügt und diese ihren Bezug an der Kehlbalken-Oberkante haben, rutschen diese hierdurch ein Stück herunter. Daher wird zusätzlich noch die Kehlbalken-Unterkante um so viel höher gesetzt, wie der Kehlbalken zuvor stark war, damit die Mittelpfetten in derselben Höhe verbleiben